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Input für die Praxisführung


Betriebswirtschaft aktuell

Mitarbeiterführung in der Zahnarztpraxis:
Potenziale besser ausschöpfen

Betriebswirtschaft aktuell: Kompass, der auf Potenzial zeigt

Die Löhne der Mitarbeitenden samt Nebenkosten sind ein gewichtiger Posten im Budget einer Zahnarztpraxis. Umso wichtiger ist es, qualifiziertes Personal mit erster Priorität für ertragswirksame und Sinn stiftende Tätigkeiten einzusetzen. Davon profitieren Arbeitgeberin und Mitarbeitende gleichermassen.

Eine Zahnarztpraxis, die das Wohl der Patientinnen und Patienten ins Zentrum stellt, braucht gute Mitarbeitende. Aber qualifiziertes Fachpersonal kostet Geld, und zwar mehr als man auf den ersten Blick denken mag. Je nach Region verdient eine vollzeitlich angestellte Dentalassistentin oder ein Dentalassistent brutto um die 5'500 Franken pro Monat, was bei 13 Monatslöhnen einem jährlichen Bruttolohn von 71'500 Franken entspricht. Hinzu kommt der Arbeitgeberanteil der Sozialkosten, in der Regel 7.5 %. Die Mitarbeit einer Dentalassistentin kostet die Zahnarztpraxis also bei diesem Beispiel rund 77’000 Franken im Jahr. Nicht eingerechnet sind die Kosten für Stellvertretung bei Ferienabwesenheit oder Krankheit sowie versteckte Kosten wie IT-Unterhalt, Nutzung der Praxisinfrastruktur, Weiterbildung, Materialverbrauch, Führungsaufwand usw., die für jede Mitarbeiterin zu Buche schlagen. Umso wichtiger ist es, dass die Dentalassistentin so eingesetzt wird, dass sie mit ihrer Tätigkeit die grösstmögliche Wirkung erzielt.

Mitarbeiterlöhne – Kosten oder Investition?

Tun die Mitarbeitenden tatsächlich das Richtige? Kümmern sie sich wirklich mit allererster Priorität um das, was ihren Fähigkeiten entspricht und zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Zahnarztpraxis beiträgt? Rechtfertigen die Arbeiten, die sie erledigen, das Gehalt und die zusätzlichen Personalkosten? Beim Personal verhält es sich nicht anders als bei Investitionen in die Infrastruktur: Die Rechnung geht dann auf, wenn der Return on Investment stimmt. Beschäftigt sich die Dentalassistentin vorwiegend mit administrativen Aufgaben, darf mit Fug und Recht angenommen werden, dass sie unter ihrem Wert beschäftigt ist.

Das Verhalten der Dentalassistentin als Schlüssel zur Patientenzufriedenheit

Wer in der Dentalassistentin das Mädchen für alles sieht, unterschätzt das Potenzial dieser Fachkraft und den Status, den sie aus der Sicht der Patientinnen und Patienten einnimmt. Es ist die Dentalassistentin, die in erster Linie die Patientenkontakte pflegt und mit ihrem Verhalten das Image der Zahnarztpraxis massgeblich beeinflusst. Es liegt weitgehend in ihrer Hand, ob sich die Patientinnen und Patienten in der Zahnarztpraxis wohl und gut aufgehoben fühlen. Genau darauf soll sie sich konzentrieren. Wenn es ihr gelingt, sich mit Zuvorkommenheit, Freundlichkeit, Empathie und einem ausgeprägten Service-Bewusstsein auf die Patienten und deren Bedürfnisse zu konzentrieren, muss die Zahnarztpraxis keine Abgänge befürchten. Im Gegenteil: Zufriedene, wenn nicht gar begeisterte Patienten werden «ihre» Zahnärztin oder ihren Zahnarzt gerne weiterempfehlen.

Arbeit muss Sinn stiften

Die Motivation der Dentalassistentin steht und fällt wie bei allen berufstätigen Menschen mit dem Sinn, den sie ihrer Arbeit erkennt. Ist sie überzeugt, dass sie eine sinnstiftende Tätigkeit ausübt, kommen auch ihre Stärken zum Tragen: das Fachwissen, die sozialen Kompetenzen, die Bereitschaft zum Engagement. Genau diese Faktoren sind es, die der Zahnarztpraxis Nutzen bringen und zu ihrem Geschäftserfolg beitragen.

Um das Potenzial einer fähigen Mitarbeiterin auszuschöpfen, muss ihr die Zahnarztpraxis die Möglichkeit geben, sich voll und ganz auf die tadellose Betreuung der Patientinnen und Patienten und die Assistenz am Behandlungsstuhl zu konzentrieren. Ein Zuviel an administrativen Aufgaben, die auch fachfremde Aufgaben sind, schränkt diese eigentliche Kernaufgabe und damit die Produktivität der Dentalassistentin ein.

Sinnvolle Zusammenarbeit

Dennoch will auch die Praxisadministration mit dem Kernbereich Kreditmanagement professionell und zuverlässig erledigt sein. Damit rückt das Outsourcing dieses Bereichs auch im Hinblick auf einen gezielten Personaleinsatz in den Vordergrund. Zwar bleibt die Dentalassistentin oder der Dentalassistent auch im Rahmen einer Outsourcing-Lösung mit der Zahnärztekasse AG in das Kreditmanagement involviert. Doch sie oder er agiert weniger als ausführende Kraft, sondern vielmehr als Verbindungsperson zwischen der Praxis und der für sie zuständigen Kundenbetreuerin. Diese Zusammenarbeit auf kollegialer Basis ist hoch effizient. Weil alle Beteiligten das tun, was sie am besten können.